Berlin : Eine poetische Zeitreise durch 250 Jahre Berlin

Sabine Beikler

Berlin, ich sehne mich in dich.
Ach komm mir doch entgegen!

(aus: Sehnsucht nach Berlin von Joachim Ringelnatz)

Stille Seen, dunkle Hinterhöfe, Fabrikschornsteine, Armut, Reichtum, Frohsinn und Einsamkeit: Wie kaum eine andere Stadt zieht Berlin wegen seiner Gegensätze so viele Schriftsteller an. Schon im 18. Jahrhundert bildeten sich viele Dichterkreise. Heinrich Heine zum Beispiel pflegte 1821 bis 1823 den Umgang im Salon der Rahel Varnhagen.

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren das „Romanische Café“ gegenüber der Gedächtniskirche oder das „Lutter und Wegner“ in Mitte beliebte Treffpunkte für Autoren wie Paul Zech oder Hans Brennert. In ihrer Anthologie „Berlin im Gedicht“ lädt Jutta Rosenkranz zu einer kurzweiligen, humorvollen und auch tiefsinnigen Reise durch 250 Jahre Berliner Lyrik ein. Die Gedichte sind in sieben Kapiteln Oberbegriffen zugeordnet. So können die Leser Streifzüge unternehmen durch die Berliner Nächte, die grüne Stadt, die Zeit-Geschichte, in die Vergänglichkeit oder vorbei an den Menschen in der Stadt machen. Und wer die Dichter nicht zuzuordnen vermag, kann in einem Autorenverzeichnis die wichtigsten biografischen Daten nachlesen.

Berlin im Gedicht. Herausgegeben von Jutta Rosenkranz, Husum Verlag, Husum. 127 Seiten, 6,95 Euro.

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