Berlin : Eine Riemann kommt selten allein

In Berlin ist Katja oft mit ihrer Familie zu sehen – mit der Schwester, der Mutter, oder ihrer Tochter

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Sie galt lange Zeit als die Ikone der deutschen BeziehungsKomödie, Filme wie „Der bewegte Mann“ oder „Stadtgespräch“ machten Katja Riemann in Deutschland zum Star. Danach kamen andere Rollen, etwa als Bandleaderin in dem Frauen-Knast-Road-Movie „Bandits“ oder als Fachfrau fürs Morbide in der Literaturverfilmung von „Die Apothekerin“. Dann machte sie sich ein bisschen rar auf den deutschen Leinwänden.

Denn Katja Riemann kümmerte sich nicht allein um ihre Karriere. Seitdem sie in Berlin lebte, zeigte sie sich immer wieder im Kreis ihrer Familie. Zum Beispiel 1997, als ihre Schwester Susanne erstmals in Berlin eine große Ausstellung hatte – im Salon von Friseur Heinz Schlicht am Kurfürstendamm. Da kam nicht nur Katja, sondern auch Bruder Jochen und Mutter Ingeborg.

Danach widmete sie sich vor allem ihrer Stimme – ihre erste CD erschien im Jahr 2000 (Titel: „Nachtblende“) und sie trat mit ihrer eigenen Band (dem „Katja Riemann Oktett) diverse Mal live auf – zum Beispiel im Charlottenburger Jazz-Musik-Club A-Trane. Zusammen mit ihrer Schwester brachte sie außerdem ein Kinderbuch heraus – die Texte von ihr, die Bilder von Susanne. Und dann trat sie auch zusammen mit ihrer Tochter Paula auf – im Frühjahr diesen Jahres in dem Stück „Die Damen der Gesellschaft“ im Maxim-Gorki-Theater. Ebenfalls auf der Bühne stand sie im Friedrichstadtpalast, anlässlich der Jubiläumsgala zu Ehren von Marlene Dietrich, und in der Komödie am Kurfürstendamm. Zusammen mit ihrem Kollegen Uwe Eric Laufenberg spielte sie vor zwei Jahren in Alan Ayckbourns Stück „Raucher/Nichtraucher“.

Dem Film hielt sie dennoch die Treue, zum Beispiel durch ihre Rolle in dem Kinderfilm „Bibi Blocksberg“ und ihre Arbeit in der kanadischen Produktion „Desire“. Der Film brachte ihr immerhin eine Nominierung für den kanadischen Filmpreis ein – als beste kanadische Schauspielerin. oew

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