Berlin : Eine Rose für die Tochter von Marlene Dietrich

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Glück liegt in einem Blick, einem Lächeln oder einem Schriftzug auf Papier: Maria Riva 12–11–05. Marlene Dietrichs Tochter schrieb gestern im KaDeWe eine Widmung nach der anderen, bis auch der letzte in der Warteschlange das Autogramm sorgsam trockenpustete. „Sie sind alle so geduldig, da kann ich doch nicht aufhören“, sagte die 80-Jährige aus Palm Springs. Auf hochhackigen tiefroten Schuhen eilte sie anlässlich des neuen Buches „Nachtgedanken“ mit Notizen ihrer Mutter unermüdlich von einem Termin zum anderen und ließ sich weder von den schon leicht ermatteten Verlagsleuten von Siedler/Bertelsmann noch von ihrem Sohn und Agenten Peter stoppen.

Freitagabend Buchpremiere im Filmmuseum, gestern Mittag Signierstunde in der dritten Etage des KaDeWe. Sie scherzt mit den Fans. „Wenn mir beim Unterschreiben ein Fehler passiert, tauscht ihr die Bücher aus, ja?“, sagt sie zu Verkäuferinnen. Jeden in der Schlange verabschiedet sie mit „tschüss“ und „vielen Dank“. Frau Riva lässt sich mit Simon Neumann fotografieren, das Bild will der 19-Jährige neben die alte Aufnahme von seiner Großmutter Greta mit Marlene stellen. Andreas Ehlers vom Restaurant „Blauer Engel“ bringt ein Schwarzweißbild mit: Marlene mit Tochter Maria auf dem Arm. Die Riva nimmt ihre Brille ab. „Das Kleid war an den Ärmeln so eng“, lacht sie – und schwingt ihren Namen neben den der Mutter.

Die Dietrich-Maler Marwan Hasan und Cynthia Bertels sind extra aus Belgien gekommen. Rudi Droste steht mit Signieralbum an: „Rudi, mit i, wie Ihr Vater“. Die rote Rose gibt Maria Riva an Denise Radtke weiter, die an Krücken geht: Die 19-Jährige ist direkt nach der Entlassung aus der Klinik zur Autogrammstunde gekommen. Dann tauscht Riva spontan eines ihrer Benefiz-Plastikarmbänder mit dem eines jungen Mannes. Sie verlässt die Signierstunde mit Souvenirs: Adventskalender für die Enkel.kög

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