Geplant: bezahlbare Wohnungen bauen und Bürger beteiligen

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Eine Stadt im Wandel : Neues Leitbild für Berlin

Hat Sie das prognostizierte Ansteigen der Bevölkerung um 40 000 Menschen jedes Jahr besorgt gemacht und zur Eile angetrieben?

Besorgt gemacht hat es uns nicht, aber es war ein zusätzlicher Antrieb. Wir beobachten ja weltweit ein Anwachsen der Metropolen. Nach Jahren der Stagnation auch in Berlin diese Dynamik zu erleben, war natürlich ein zusätzlicher Impuls, um zu sagen: Jetzt muss es losgehen.

Für viele Vorhaben in diesem Zusammenhang haben Sie keine 17 Jahre Zeit bis 2030, weder für den Bau neuer Schulen noch für den Wohnungsbau.

Umso wichtiger ist es, keine Zeit zu verlieren und Schritt für Schritt zu gestalten, Planungen voranzutreiben und sich gerade im Bereich Bildung und Wohnen weiterzuentwickeln.

Wie wollen Sie die Menschen mitnehmen? Alles protestiert zum Beispiel gegen Gentrifizierung, aber wenn irgendwo neue Wohnungen gebaut werden sollen, will die auch niemand haben.

Deshalb ist es gerade wichtig, für den Bau von neuen, bezahlbaren Wohnungen zu werben. Das ist die Aufgabe der Politik. Wichtig ist uns natürlich auch, bei großen Projekten die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig an den Planungen zu beteiligen.

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Geht es nach den Architekten Jan Kleihues und Ex-Bundesbaumanager Florian Mausbach wird City-West nördlich vom Bahnhof Zoologischer Garten zum neuen Quartier mit sechs 60 bis 160 Meter hohen Türmen umgebaut. Es soll eine „gesunde Berliner Mischung“ aus Wohnbauten, Bürogebäuden und Geschäftshäusern geben.

Es gibt kein Grundrecht auf Wohnen in der Stadtmitte!

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Was soll die IBA 2020, die Internationale Bauausstellung, die Sie planen, für ein Ziel haben?

Die Internationale Bauausstellung soll das Spannungsverhältnis zwischen der inneren und der äußeren Stadt thematisieren. Wir haben eine Diskussion über die Verdrängung aus begehrten Innenstadtlagen: Ist es lebenswert und erstrebenswert, am Rande der Stadt zu leben? Wir wollen die enge Verbindung zwischen beidem deutlich machen und zeigen, dass es auch in den Außenbereichen lebenswerte Wohnquartiere mit einer guten Infrastruktur gibt. Diesen Gedanken kann eine IBA folgen und sie real werden lassen.

Das Interview führte Gerd Appenzeller.

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