Berlin : Eine ungewöhnlich couragierte, tatkräftige Anwältin

Rdh.

Sie war vieles - Vorsitzende des Juristinnenbundes, den sie in Berlin mitbegründete, Mitglied in vielen Vorständen, zum Beispiel des Landesfrauenrats Berlin, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, der GEDOK, auch des Richterwahlausschuss, vor allem aber war sie ein ungewöhnlich couragierte, tatkräftige Frau: Adelheid Koritz-Dohrmann. Die Anwältin hatte nicht nur einen hohen Begriff von ihrem Beruf und vom Rang des Rechts. Sie hat auch gezeigt, was berufliches und öffentlichen Engagement sein kann, nicht zuletzt auch durch ihre rechtspolitische Arbeit für die Gleichberechtigung der Frauen und die Reform des Familienrechts - keine Emanze, aber jemand, der Emanzipation lebte. In Berlin geboren, im Nachkriegs-Berlin herangewachsen, hielt sie der Stadt die Treue, und ging sogleich, als die Wiedervereinigung kam, auf ihre ost-berliner Kolleginnen und Kollegen zu, um ihnen zur Seite zu stehen. In bewundernswerter Weise hat sie über viele Jahre einer Krebs-Erkrankung getrotzt. Am Sonntag ist Adelheid Koritz-Dohrmann gestorben.

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