Berlin : Einfach anziehend

Die Stadt hat eine neue Modemesse: die B-in-Berlin

Susanna Nieder

Berlin hat eine neue Modemesse: In zehn Tagen findet die „B-in-Berlin“ zum ersten Mal statt – in den Messehallen am Funkturm. Von 21. bis 23. Januar soll sie zusammen mit den etablierten großen Modemessen „Bread and butter“ (B&b) in Spandau, „Premium“ am Potsdamer Platz und verschiedenen kleineren Veranstaltungen einige zehntausend Fachleute aus der nationalen und internationalen Textilbranche anziehen.

Der Veranstalter MB Capital Fashion Berlin hat es mit einer eigens gegründeten Tochter der Messe Berlin geschafft, Namen wie Brax, Seidensticker und die Brinkmann Gruppe mit Marken wie Bugatti und Doris Hartwich in die Hauptstadt zu holen. Insgesamt 200 Marken aus 13 Ländern werden sich auf der „B-in-Berlin“ in vier Ausstellungshallen präsentieren.

Gerald Beck, Berater der MB Capital Fashion Berlin, zeigte sich nach vier Monaten Überzeugungsarbeit zufrieden mit seinem Konzept: „Eine Modemesse muss drei Bedürfnisse der Modeindustrie befriedigen: das Bedürfnis nach dem richtigen Standort, dem richtigen Zeitpunkt und einer Bündelung von Mode-Events.“ Berlin sei stimulierend, leicht zu erreichen und bezahlbar, der Zeitpunkt zu Anfang der Saison für eine Informationsmesse genau richtig und die drei Messen eine Mischung, mit der Einzelhändler gut versorgt seien. Überschneidungen mit den bereits existierenden Messen sieht er nicht: „Wir sind eine Plattform für kommerziell erfolgreiche Marken. Das wollen weder die B&b noch die Premium sein“, sagte Beck.

Zu der Ankündigung der B&b, ihren großen Auftritt ab Juli jede Saison in einer anderen europäischen Metropole zu veranstalten und in Berlin nur mit einer kleineren, nationalen Messe zu bleiben, äußerte Beck sich gelassen: „Die Ambitionen der B&b sind gut für die Mode, die B&b hat schon mehrmals erfolgreich den Markt provoziert. Ich bin aber sicher, dass der Standort Berlin für sie so wichtig bleiben wird wie für die B-in-Berlin.“

Seiner Meinung nach wird es in Zukunft in Europa die großen Modestandorte Mailand, Paris, London, Moskau und Berlin geben. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, fügt hinzu: „Wenn nicht in Berlin, dann funktioniert es nirgends.“

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