Berlin : Einfach ungerecht

Haben Kinder aus Hartz-IV-Familien schlechtere Chancen?

„Ich versuche, meinen Kindern alles zu ermöglichen“, sagt Daniel Nordengrün. Der 37-Jährige ist alleinerziehender Vater und Hartz-IV-Empfänger. Seine beiden Kinder sind sein Ein und Alles. „Aber es gibt einfach Dinge, die wir uns nicht leisten können.“ Seine 11-jährige Tochter liebt es zu schwimmen. Doch das Geld für den Schwimmverein sei einfach nicht da. Unlängst habe das Arbeitsamt einfach vergessen, das Schulgeld zu zahlen. So reichte es nicht für Hefte, Bücher und Stifte. Statt den Fehler auszubügeln, verwickelte das Amt die Familie in einen Papierkrieg. „Das ist nicht gerecht.“ Auch wenn er sich noch so anstrengt, seine Kinder hätten nie die gleichen Chancen wie Kinder aus wohlhabenden Familien, meint Nordengrün. sny

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