Berlin : Eingeschneite Dörfer in der Uckermark

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Die starken Schneefälle haben in der Uckermark im Nordosten Brandenburgs das öffentliche Leben stark beeinträchtigt. So fuhren fast auf dem gesamten Streckennetz in diesem flächenmäßig größten Landkreis Deutschlands am Vormittag fast überhaupt keine Busse. Besonders spürbar waren die Folgen in den Schulen. Da keine Busse zur Verfügung standen, erreichten nur wenige Schüler ihre Unterrichtsräume. Selbst als die wichtigsten Straßen im Laufe des Vormittags von der 15 Zentimeter hohen Schneedecke geräumt waren, blieben die meisten Busse im Depot. Viele Busfahrer steckten in ihren Dörfern fest und erreichten mit ihren Autos nicht die Betriebshöfe in Schwedt, Templin oder Prenzlau. Schneewehen hatten etliche Landstraßen unpassierbar gemacht. Auf der eisglatten Bundesstraße B 166 bei Passow in der Nähe von Schwedt rutschten gleich mehrere Lastwagen, darunter auch Gefahrguttransporter, in den Straßengraben. Die Uckermark ist rund dreieinhalb Mal so groß wie Berlin, hat aber nur von 131 000 Einwohner.

Selbst auf der Autobahn A 11 von Berlin nach Stettin mussten wegen Eisglätte und Schneeverwehrungen mehrere Abschnitte gesperrt werden. Ähnlich sah es auch rund um Berlin aus. Stauschwerpunkt auf dem Autobahnring waren die Strecken zwischen den Dreiecken Potsdam und Nuthetal und weiter in Richtung Ludwigsfelde im Süden und der westliche Ring. Auf der A 13 nach Dresden und auf der A 12 nach Frankfurt (Oder) hatten sich Lastwagen quergestellt. Auf der A 115 musste die Ausfahrt Babelsberg in Richtung Teltow wegen eines defekten Lkw gesperrt werden. Dadurch kam es auch auf der Nutheschnellstraße in Potsdam zu erheblichen Behinderungen. Claus-Dieter Steyer

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