Berlin : „Einige Menschen haben sogar geweint“

Ab jetzt sammeln wieder hunderte junge Sternsinger Spenden für Hilfsprojekte. Die zwölfjährige Debora erzählt, worum es ihr geht.

Foto: Benjamin Lassiwe
Foto: Benjamin Lassiwe

Am gestrigen Sonnabend schickte sie der katholische Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki, auf die Reise: In den Tagen bis zum 6. Januar sind auch in Berlin wieder viele hundert Mädchen und Jungen als Sternsinger unterwegs. Eine von ihnen ist die zwölfjährige Debora Kreft aus Spandau. In der katholischen Pfarrgemeinde „Maria, Hilfe der Christen“ ist sie zum vierten Mal als Sternsingerin dabei. Benjamin Lassiwe sprach mit der Schülerin über ihre Aufgabe.

Debora, warum trägst Du denn eine goldene Krone auf dem Kopf?

Weil ich eine Sternsingerin bin. Zusammen mit anderen Kindern ziehe ich Anfang Januar von Haus zu Haus, singe Lieder, sammele Geld und bringe den Menschen den Segen Gottes.

Wofür sammelt Ihr Sternsinger?

In diesem Jahr sammeln wir für Flüchtlinge in Malawi. In diesem Land sind viele Menschen aus anderen Ländern angekommen, die Schutz suchen. Sie leben dort dicht an dicht in Flüchtlingslagern, sind arm und brauchen Hilfe.

Wie reagieren denn die Menschen in Spandau, wenn Ihr an der Tür klingelt?

Die Menschen wissen ja, dass wir kommen: Sie haben sich vorher im Gemeindebüro in eine Liste eintragen lassen. Und wir gehen nur zu denen, die möchten, dass wir zu ihnen kommen. Die freuen sich dann riesig, dass wir kommen. Manche laden uns dann noch zu Kaffee und Kuchen ein, und von anderen bekommen wir neben der Spende noch Süßigkeiten.

Und was sagen die Menschen auf der Straße?

Einige haben sogar geweint. Alte Menschen waren das, auf dem Marktplatz in Spandau. Die haben sich so gefreut, uns Kinder zu sehen, dass sie anfingen zu weinen.

Wie viel habt ihr denn im vergangenen Jahr gesammelt?

Das waren bei uns so 2000 bis 3000 Euro. Und in diesem Jahr wollen wir natürlich genauso viel Geld sammeln.

Wer bis zum 6. Januar zu Hause von den Sternsingern besucht werden will, kann sich an die nächstgelegene katholische Pfarrgemeinde wenden. Alle Adressen gibt es im Internet unter www.erzbistumberlin.de

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