Berlin : Einschulung: Süßer Start ins Schulleben

lvt

Schwer zu sagen, wer an diesem Tag aufgeregter ist. Die Jungen und Mädchen, die in der Turnhalle der Grundschule am Kollwitz-Platz in der ersten Reihe sitzen und mit großen Augen die Begrüßungsfeier verfolgen - oder die Mütter und Väter in den Reihen dahinter, die die Hälse recken, um ihre Kinder zu sehen und die Zeremonie auf Film und Videokassetten zu bannen. "Es ist schon ein bewegender Moment", sagt Sylvia Kremzow (32), während ihr Sohn Jan vorne gerade der Klasse 1 a zugeteilt wird. "Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Man fragt sich, ob er das alles packt, und ob es ihm Spaß macht."

Die kleine Celina konnte in den vergangenen Nächten vor Aufregung gar nicht richtig schlafen, erzählt Vater Michael Schilling. "Seit einer Woche redet sie nur noch von der Schule." Der 32-jährige Glaser und seine Frau haben den Tag zum Familienfest erklärt: Mit den Großeltern wird nach der Einschulung zu Hause kräftig weitergefeiert. Beim Vater weckt der Tag Erinnerungen an seinen eigenen ersten Schultag - vor allem, weil er vor 24 Jahren mit seiner Schultüte in der gleichen Schule stand. Sein Klassenlehrer von damals, Ingolf Liesegang, ist heute Direktor. Er steht in der Turnhalle vor einem Transparent mit der Aufschrift: "Abc-Schützen Herzlich Willkommen". Und dann verrät er den Jungen und Mädchen, dass er trotz jahrelanger Erfahrung fast so aufgeregt ist wie sie.

Auf dem Schulhof warten schon die nächsten Kinder auf ihre Begrüßung. Darunter der siebenjährige Jannek. Freut er sich, jetzt auch ein Schulkind zu sein? Der Junge schüttelt nur stumm den Kopf. Dann erinnert ihn seine Mutter daran, dass er doch die ganze Zeit drum gebeten habe, endlich zur Schule gehen zu dürfen. Da lächelt der Junge und nickt. Ganz sicher scheint er sich trotzdem nicht zu sein.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar