Berlin : Einzelhandel rechnet mit weiteren Pleiten

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Trotz der hohen Umsätze durch den „Brückentag“ zwischen Himmelfahrt und dem Wochenende sieht der Berliner Einzelhandel auch 2004 kein Ende der Krise. „Auch im 13. Jahr mit rückläufigen Umsätzen deutet sich keine Trendwende an“, sagte Klaus Fischer, Referent des Berliner Branchenverbands. 2004 sei mit erneuten Umsatzrückgängen gestartet. Im Januar und Februar sei der Umsatz um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Zahlen für das erste Quartal und für April würden ersten Prognosen zufolge nicht besser ausfallen.

Besonders betroffen sei der Textil und Schuh-Einzelhandel. Hier hätten die Umsatzrückgänge am Jahresanfang zwischen vier bis fünf Prozent gelegen. In diesem Jahr sei daher mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen und Firmeninsolvenzen zu rechnen. 2003 zählte der Berliner Einzelhandel nur noch rund 65000 Beschäftigte, die einen Umsatz von 13 Milliarden Euro erwirtschafteten. 1992 waren es noch mehr als 100000 Beschäftigte bei einem Umsatz von gut 17Milliarden Euro. „Unser Ziel ist es, die Talfahrt wenigstens zu stoppen“, sagte Fischer. Dies sei aber schwierig, denn in Berlin sei mittelfristig nicht mit einer Stärkung der Kaufkraft zu rechnen. dpa

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