Berlin : Einzelhandel: Verdi kündigt neue Streiks an Ausstand diesmal in Supermärkten geplant

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der Berliner und Brandenburger Lebensmittelfilialisten am Mittwoch zum Streik auf. Daran würden sich Beschäftigte der Unternehmen Rewe, Penny, Reichelt, Extra und Kaiser’s beteiligen, sagte ein Sprecher des Landesbezirks Berlin-Brandenburg am Montag. Mit dem Streik solle der Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erhöht werden.

Nach zwei Runden in Berlin im Juni und Juli seien die Verhandlungen festgefahren, hieß es vonseiten der Gewerkschaft. Anstatt ein verhandlungsfähiges Angebot zur Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zu unterbreiten, hätten die Arbeitgeber Vorbedingungen gestellt. So erwarteten die Arbeitgeber nach Angaben von Verdi, dass die Zuschläge für belastende Arbeitszeiten am Abend und am Sonnabend gestrichen und in der Nacht erheblich reduziert werden.

Die Tarifrunde im Einzelhandel läuft seit Anfang 2007 infolge der Kündigung der Manteltarifverträge durch die Arbeitgeber. Die Entgelttarifverträge wurden durch die Verdi-Tarifkommissionen fristgerecht zu Ende Juni 2007 gekündigt. Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehören unter anderem 6,5 Prozent mehr Entgelt, ein tarifliches Mindesteinkommen von 1500 Euro bei Vollzeitarbeit, die Beibehaltung der Zuschläge für belastende Arbeitszeiten und die Angleichung der Tarifbedingungen der Ost-Beschäftigten an das West-Berliner Niveau. ddp

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