Berlin : Eisenman: Ein zweites Manhattan

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Peter Eisenman gehört zu den Fans des Tempelhofer Flughafens. „Es ist eines der großartigsten Gebäude in Berlin“, sagt der New Yorker Stararchitekt, der das Holocaust–Mahnmal neben dem Potsdamer Platz baut. „Man darf den Flughafen auf keinen Fall abreißen.“ Er sei schon oft in Tempelhof gelandet und jedesmal begeistert von der ausgefeilten Funktionalität, von der Qualität der Stahlwerkskonstruktion. „Man kann von NaziArchitektur denken, was man will, aber das ist eines der wenigen großartigen Gebäude, die aus der Zeit übrig geblieben sind.“ Er würde aus der Anlage einen neuen Stadtteil entwickeln: „Tempelhof City“ – mit Wohnungen, Büros und Geschäften. Man könnte auf dem Flugfeld 20-stöckige Hochhäuser bauen, schlägt Eisenman vor. Auf keinen Fall würde er es in einen Park verwandeln. „Berlin hat genug freie Flächen und Parks“, sagt Eisenman, „diese Stadt braucht Verdichtung.“ In einem Teil der Gebäude sollte man ein Luftfahrt-Museum einrichten. clk

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