Berlin : EISENSTEIN HAT ES SO GEWOLLT

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Die Pet Shop Boys wurden 1984 von Neil Tennant und Chris Lowe gegründet und hatten ihren ersten großen Erfolg im Folgejahr mit dem ElektroPop-Song „West End Girls“. Kritiker, die ein nur kurzlebiges Dasein prognostiziert hatten und auch Folgehits wie „Suburbia“ oder „It’s a Sin“ als Designer-Pop abtaten, sahen sich bald widerlegt. Auch die ersten Live-Shows kamen beim Publikum weit besser an als bei den Kritikern. Seit langem engagieren sich die beiden Musiker in der britischen Schwulenbewegung.

DER FILM

Eisenstein schildert die Meuterei auf dem russischen Panzerkreuzer „Potemkin“ 1905. Die Premiere Ende 1925 im Moskauer Bolschoi-Theater blieb weitgehend unbeachtet, ebenso eine Aufführung am 21. Januar 1926, zum zweiten Todestag Lenins, im Berliner Schauspielhaus. Der Versuch des Verleihs „Prometheus“, den Film ins Kino zu bringen, führte zu Auseinandersetzungen mit der Zensur. Am 29. April 1926 war Premiere im „Apollo“, Friedrichstraße 218 – Beginn eines beispiellosen Erfolgs.

DIE MUSIK

Es wäre sein größter Wunsch, dass jede Generation ihre eigene Musik zum „Panzerkreuzer Potemkin“ komponiere, hatte Regisseur Sergej Eisenstein gesagt. Die Komposition der Pet Shop Boys ist bereits die dritte Filmmusik zu dem Klassiker. Die erste stammt von Edmund Meisel, eine, wie Feuchtwanger schrieb, „grausame, triumphierende, hämmernde, scheußliche Musik“, die erstmals im „Apollo-Theater“ gespielt wurde. Später hat auch Dimitri Schostakowitsch den Film vertont. ac

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