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Eklat um Hass-Song von Rappern : Video von Bushido auf Youtube gesperrt

Das umstrittene Musikvideo des Rappers Bushido wurde von Youtube gesperrt. Dem Rapper scheint das aber nicht viel auszumachen - und das Video ist auch immer noch leicht im Internet zu finden.

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Haarig: Bushido zeigt sich in dem neuen Video mit Bart. Foto: Promo
Haarig: Bushido zeigt sich in dem neuen Video mit Bart.Foto: Promo

Das umstrittene Video von Rapper Bushido (34) ist von Youtube gesperrt worden. Wer sich beispielsweise auf der Homepage „Kingbushido.tv“ das Lied „Stress ohne Grund“ ansehen will, erhält den Hinweis: „Dieses Video wurde entfernt, weil sein Content gegen die YouTube-Nutzungsbedingungen verstößt“. Dennoch ist das Video weiter sichtbar, denn andere Nutzer hatten es vor der Sperrung kopiert. Bushidos Kommentar zu der Sperrung am Samstag auf Twitter: „Auch wenn Youtube das Video entfernt hat, haben wir die 1000000 Klicks in unter 48 Stunden geknackt!!!!“.

Zuvor hatte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) angekündigt, am Montag Strafantrag gegen die Musiker Bushido und Shindy zu stellen. Das sagte der amtierende Senatssprecher Bernhard Schodrowski dem Tagesspiegel am Sonnabend. Anlass ist der Song „Stress ohne Grund“, in dem wie berichtet mehreren Politikern mit dem Tod gedroht wurde. Außerdem wird dort gegen Homosexuelle gehetzt, darunter namentlich gegen den Berliner Regierungschef. Der lässt jetzt zudem auch prüfen, wieweit ein Antrag auf Unterlassung und Schmerzensgeld in Betracht kommt, wie sein Sprecher sagt.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ihre Prüfung des Liedes und des dazugehörigen Videos noch nicht abgeschlossen. Sollte sich der Verdacht ergeben, dass es strafbare Aussagen enthält, werde zudem zu prüfen sein, ob das Video beschlagnahmt und aus dem Internet herausgenommen werden kann, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Thomas Fels.

Die Urheber des Liedes freuen sich derweil über so viel Gratis-Werbung für den musikalisch schlichten Song, der durch ein visuell anspruchsloses Video im Internet beworben wird. Auf ihren Twitter-Seiten verlinken Bushido und Shindy die zahlreichen kritischen Presseartikel zu ihrem Lied, verbunden mit hämischen Kommentaren. In einer Meldung merkt Bushido an: „Mir ist gerade aufgefallen... Hab Peter Maffay vergessen:-(“ Bis Samstagnachmittag war das Stück, in dem dem FDP-Politiker Serkan Tören und der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth der Tod gewünscht wird, fast eine Million Mal angeschaut worden. (mit dpa)

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