Berlin : Elf Festnahmen nach Großaktion der Polizei

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In einer Großaktion zerschlugen die Drogenfahnder des Landeskriminalamtes (LKA) einen Drogenring, der hauptsächlich auf der U-Bahnlinie 7 zwischen den Bahnhöfen Konstanzer Straße und Hermannplatz sowie der Linie 6 zwischen Koch- und Friedrichstraße aktiv war. Elf Libanesen im Alter von 17 bis 36 Jahren wurden bereits am Montag festgenommen. Der 36-Jährige war erst am 14. Februar aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er saß wegen des Verdachts des Heroinhandels. Von den Festgenommenen habe sich bisher keiner zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Polizeisprecher. Sieben Verdächtige erhielten Haftbefehle.

Die Kreuzberger Wohnung des 36-Jährigen gilt als Ausgangspunkt für den umfangreichen Drogenhandel. Von dort aus seien die Rauschgiftverkäufer losgeschickt worden, berichtete der Polizeisprecher. Verantwortlich für die Beschaffung, Verteilung und die Organisation des Straßenhandels war ein 31-jähriger Mann. Zwei weitere Männer im Alter von 24 und 29 Jahren gelten den Ermittlungen zufolge als Rauschgift- und Geldkuriere. Zuständig für den Verkauf des Rauschgifts auf den U-Bahnhöfen waren ein 17-jähriger Jugendlicher sowie ein 32-jähriger Komplize. Aufgrund der Aussage von Konsumenten gehen die Ermittler davon aus, dass die Dealer pro Woche mindestens 300 Gramm Kokain und Heroin umsetzten.

Bei weiteren Einsätzen gegen den Rauschgifthandel nahm die Polizei am Dienstag im Volkspark am Weinbergweg in Prenzlauer Berg zwei Dealer fest. Bei diesem wurden über 100 so genannte Szenekügelchen Rauschgift sichergestellt. Bei den Szenekügelchen handelt es um in Stanniolpapier eingewickeltes Rauschgift in einer Menge, die von den Süchtigen unmittelbar verbraucht werden kann.

Zwei weitere Dealer wurden am Helmholtzplatz festgenommen. Sie hatten eine geringe Menge Rauschgift bei sich und 600 Mark Bargeld, bei dem es sich vermutlich um den Erlös aus den Rauschgiftgeschäften handelt.

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