Berlin : Elfenexperte - der Musiker, Maler und Autor Wolfgang Müller

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Heute, am Viktoriapark. Wolfgang Müller streicht zärtlich über den Riesenkiesel. Das kiloschwere Stück ist nicht irgendein Findling, sondern der mutmaßliche Wohnsitz einer isländischen Elfe. Die Fabelwesen gehören auf der Insel zum Alltag, wie hierzulande Gartenzwerge aus Keramik. Als der Musiker, Maler und Autor Wolfgang Müller vor zehn Jahren die Insel zum ersten Mal bereiste, war er fasziniert von der Landschaft, den Leuten und ihren Elfengeschichten. Der Mitbegründer der legendären Band "Tödliche Doris", Textdichter für Andreas Dorau, und Liebhaber alles Schrägen und Uneindeutigen hatte sein Lebensthema gefunden: Elfen. Seitdem sucht er überall nach Hinweisen. Selbst im nüchternen Berlin ist er fündig geworden: Eine unerklärliche Ausbuchtung in einer sonst schnurgeraden S-Bahn-Trasse? Elfenwerk! Jasminduft im Winter? Elfenwerk! Leuchtende Punkte in Sommernächten? Elfenwerk, was sonst! Die Beweislast ist erdrückend und heute wird Müller noch ein weiteres Indiz hinzufügen: Den Riesenkiesel und typischen Elfenwohnsitz hat Wolfgang Müller eigens aus Island einfliegen lassen und mit einer Gravur versehen: dem isländischen Gebärdenzeichen für Elfe. In der Open-Air-Ausstellung "Hybride Gärten" auf dem Kreuzberg wird das Objekt zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt und um 18 Uhr in der Gärtnerei "Hofgrün" in der Methfesselstraße von einem Chor mit isländische Volksweisen begrüßt. X-mal ist Wolfgang Müller schon gefragt worden, ob er das, was er erzählt, auch wirklich glaubt. Die Antwort gibt der Titel seiner neuesten CD, die im Herbst herauskommt. Titel: "Ich hab sie gesehen - Elfen, Zwerge und Feen."

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