ELISABETH BINDER : Fünf Millionen Mails pro Woche

Forsch. Elisabeth Binder wünscht sich mehr Relevanz im täglichen Mailverkehr. Foto: Kai-Uwe Heinrich
Forsch. Elisabeth Binder wünscht sich mehr Relevanz im täglichen Mailverkehr. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Das letzte Gebot des Publikums liegt bei 25 000. Doch Elisabeth Binder will mehr, viel mehr. „Fünf Millionen“, sagt die Gesellschaftsreporterin, Benimmexpertin und Restaurantkritikern des Tagesspiegels mit einem Lächeln. So viele E-Mails gehen wöchentlich beim Tagesspiegel ein, informiert Binder das erstaunte Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Rotunde. Eine ihrer Kolumnen aus dem Buch „So kann’s gehen“ behandelt die Frage, ob man wirklich jede seiner E-Mails beantworten müsse. „Ich hoffe, dass irgendwann ein E-Mail-Porto erfunden wird, damit mehr E-Mails mit relevantem Inhalt verschickt werden“, schlägt Binder vor, und die Zuhörer applaudieren lachend. Genauso begeistert nehmen sie Binders Kampf gegen „die Arroganz von Kellnern in Luxusrestaurants“ auf. „Warum sollte man für viel Geld nicht gut, freundlich und sanft bedient werden können?“ fragt sie. Schon als junges Mädchen hat Binder sich für Benimmfragen interessiert und zahlreiche Literatur zum Thema verschlungen. Außerdem zählt sie viele Protokollchefs und Experten für Etikettefragen zu ihren Freunden. Die ruft sie in den seltenen Fällen an, wenn sie auf eine Leserfrage für ihre Benimmkolumne mal nicht die richtige Antwort kennt. Allerdings kennt man auch sie längst nicht in allen Restaurants, verrät Binder dem Publikum. Und das, obwohl sie die Berliner Küchen seit 23 Jahren auf Herz und Nieren testet. eve

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