Eliteschule des Fußballs : Kickend zum Abitur

Die Poelchau-Gesamtschule ist jetzt „Eliteschule des Fußballs“ und damit einzigartig in Berlin. Das Zertiifikat beinhaltet auch eine finanzielle Unterstützung von 30.000 Euro.

Julia Regis
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Warmlaufen. Die Poelchau-Gesamtschule in Charlottenburg spielt jetzt eine Liga höher – als anerkannte Eliteschule des Fußballs. Zu...

Die Poelchau-Gesamtschule im Charlottenburger Halemweg kann sich jetzt  „Eliteschule des Fußballs“ nennen und reiht sich damit in den Kreis 19 weiterer in Deutschland ein. Dieses Zertifikat und die damit verbundene finanzielle Unterstützung von 30.000 Euro für Material, Koordination und Trainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird für ein Netzwerk von Schule, Leistungszentrum und Verband vergeben.

Die Ernennungsfeier am Donnerstag leiteten Schulleiter Rüdiger Barney und Florian Riedel, Schüler und Jungprofi bei Hertha BSC, ein. Sie berichteten, wie aus einer Schule ohne gymnasiale Oberstufe und mit soziokulturell eher schwieriger Schülerschaft eine Sportschule wurde, die nun die einzige Berliner Eliteschule des Sports und des Fußballs ist.

Hans-Dieter Drewitz, Vizepräsident des DFB, sprach davon, dass die Poelchau-Schule in der Vergangenheit „die Kurve gekriegt“ hat und nun voll durchstarte. Allerdings müsse die Schule auch weiterhin Flexibilität zeigen: „Profifußballer sind ständig unterwegs, da muss es möglich sein, eine Klausur auch mal außer Landes zu schreiben“. Dafür wolle man auch Lehrer als Koordinatoren beim DFB einstellen.

Schule und Leistungssport schließen sich nicht aus

Der Sportdirektor des DFB, Matthias Sammer, ließ sich gut gelaunt von Schülern interviewen und betonte, dass Schule und Leistungssport immer parallel laufen sollten. Auch die geistige Entwicklung eines Spielers müsse unterstützt werden. Schließlich wolle man im Fußball „Typen mit Ausstrahlung“. Es dürfe nicht passieren, dass der Leistungssport daran hindere, den gewünschten Schulabschluss zu schaffen.

Von Marcel Subke, dem „rappenden Torwart“, noch sichtlich beeindruckt, wies Michael Preetz von Hertha BSC auf die gute Zusammenarbeit von Schule und Verein hin. Er appellierte an die Schule, auch den Mädchenfußball zu fördern.

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