Berlin : Emil Nolde: Bayernallee 10-11

Das Ehepaar Nolde lebte lange bescheiden. Das Geld reichte immer nur für spärlich möblierte Atelier-Wohnungen in Friedenau und später am Tauentzien. Erst 1928 konnten sich die Noldes eine komfortable Wohnung in der Bayernallee leisten. Parallel entstand das Haus in Seebüll. Nolde mochte den Kontrast zwischen dem Berliner Leben und der windumtosten Einsiedelei in Nordfriesland. Dennoch blieb er zeitlebens ein Einzelgänger. Die Wohnung in Westend wird 1944 durch eine Fliegerbombe zerstört, viele Bilder und Grafiken verbrennen. Noldes Bilder fanden erst spät Beachtung. Als sie sich langsam bezahlt machte, wurde er von den Nazis als entartet gebrandmarkt und 1941 sogar mit einem Malverbot belegt. Nolde war zutiefst verstört. Er hatte stark mit den Nationalsozialisten sympathisiert, war schon in den 20er Jahren in die NSDAP eingetreten. loy

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