Ende der Asisi-Ausstellung : Pergamon-Panorama landet in der Umzugskiste

1,5 Millionen Menschen haben Asisis Panorama im Pergamon-Museum gesehen. Am Wochenende rollte der Künstler das Werk endgültig ein. Sein Mauerpanorama am Checkpoint Charlie ist weiterhin zu sehen.

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Zusammengefaltet. Asisi packt fachgerecht sein Werk.
Zusammengefaltet. Asisi packt fachgerecht sein Werk.Foto: promo/Tom Schulze, Asisi 2012

„Mir war wehmütig ums Herz – das habe ich sonst nie“, bekennt Yadegar Asisi bei der Finissage von „Pergamon – Panorama der antiken Metropole“ im Ehrenhof des Pergamon-Museums, „aber Pergamon war ein besonderes Projekt“. 1,5 Millionen Besucher haben sich von der Magie der wiederauferstandenen Metropole im Panorama begeistern lassen, ein Rekord für das Kooperationsprojekt zwischen den Staatlichen Museen und der Asisi GmbH. Am Sonntag war nun nach einer Verlängerung endgültig Schluss.

Eine Zusammenarbeit zwischen einer staatlichen und einer stramm privatwirtschaftlich ausgerichteten Institution sei keine Selbstverständlichkeit, aber die Leistung habe überzeugt, sagte Andreas Scholl, Direktor der Antikensammlung. „Das Panorama darf nach einem Jahr nicht einfach verschwinden“, sagte er und verwies auf die Anfrage des Metropolitan Museum of Art in New York, das angeregt durch die Berliner Ausstellung dort eine Pergamon-Ausstellung mit Panorama 2016 zeigen wolle. „Ich habe mit dem Erfolg gerechnet, sonst hätte ich erst gar nicht angefangen“, sagt Asisi. „Das Panorama ist ein Medium unserer Zeit und es entfaltet eine magische Kraft. Pergamon hat uns eine Tür geöffnet, national und international.“ Da es keine Panorama-Verleihfirmen gebe, hat er kurzerhand die Asisi Panorama International gegründet, die die internationalen Anfragen beantworten soll. Dann war es so weit: Eine zehn Meter breite „Wunde“ klaffte bereits im Panorama, unter den Klängen der sphärischen Musik schoben Scholl und Asisi das Panorama wie einen Vorhang von links und rechts zusammen, ein wehmütiger Augenblick. Ganz ohne Asisi- Werk muss die Stadt aber nicht auskommen: am Checkpoint Charlie steht das Mauer-Panorama. Rolf Brockschmidt

Das Mauer-Panorama ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, Eintritt: 10 Euro. Ermäßigt 8,50 Euro, Kinder 5 Euro. Details unter www.asisi.de

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