Berlin : Endlich wieder den Dunst der Leute spüren

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Viel zu viele Liedtexte stapelten sich in der Mappe. An die 80, geschrieben von Katja Riemann selbst und ihrem Bruder. Da hatte ihre neue Formation, die ganz simpel „Katja Riemann Oktett“ heißt, ordentlich zu tun. „Verschiedene Versionen anspielen, ausprobieren, aussortieren“, erklärt gestern Trompeter Michael Merkelbach im Charlottenburger Jazzclub A-Trane bei den Proben.

Hier wird Katja Riemann mit ihrer Band am Freitagabend auftreten und neben einigen Songs aus dem Debütalbum „Nachtblende“ auch viele neue (die aus der dicken Mappe) spielen. „Ein paar Coverversionen von Joni Mitchell und Tori Amos sind auch dabei“, erzählt Riemann.

Begonnen habe alles vor einem Dreivierteljahr. Da hat sich die etwas unkonventionelle Formation („E-Gitarre und Cello“) „getroffen und rumprobiert“. Daraus seien dann tägliche Proben in überheizten Räumen geworden. Für Riemann war’s genau das, was sie wollte. „Endlich wieder was live machen, den Dunst der Leute spüren.“

Die Songs sind jazzig, meist mehrstimmig und heißen beispielsweise „Pieces of my heart“ (wo die Musik von der Schauspielerkollegin Jasmin Tabatabai kommt) oder „Careless love“. Nach der Rock-Platte „Bandits“ zum gleichnamigen Kinofilm sei es „ja endlich legitimiert“, sagt das Woodstock-Kind (Riemann über sich selbst), „dass Schauspielerinnen auch singen dürfen.“ Wie sich das anhört, ist am 24. Mai im A-Trane, Pestalozzistraße 105, um 20 Uhr (11 Euro, Kurzprogramm) und um 22 Uhr (18 Euro) zu hören. Karten unter der Telefonnummer: 3132550. tabu

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