Berlin : Eng umschlungen

Lothar Heinke

ist dem Gedränge im Olympiastadion gerade noch entkommen Ein neues Stadion. Wie ein Raumschiff liegt das da, Enterprise in Charlottenburg. Und wir alle hin zum Staunen: La Ola schwappt über die Ränge. Die Lichterspiele im Oval zwischen Himmel und Erde sind grandios. Das Match der Deutschen gegen die Brasilianer wärmt unsere Herzen, Hoffnung grünt so grün wie der Karo-Rasen inmitten des (gewöhnungsbedürftigen) blauen Bandes rund um das Fußballfeld.

Aber: Dass wir das überhaupt erleben durften, verdanken viele ihrem stählernen Überlebenswillen und ihren kräftigen Ellenbogen. 30 Minuten in einer immer bedrohlicher eng verklebten Menschenmenge, die einfach nur rein will – das ist ein Horror, vor allem für Kinder. Die Gefahr, zwischen Menschen und Gittern zerquetscht zu werden, war groß.

Gibt es nicht die Möglichkeit, den Wartenden Gassen zu bahnen, damit alles viel schneller und geordneter funktioniert? Beim Bierstand ging die Warterei weiter. Und später, beim Abgeben der Plastikbecher für 1,20 Euro Pfand, noch einmal. Und dann erst bei der Rückfahrt! Bitte: üben, üben, üben! Bis 2006 habt ihr Zeit.

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