Berlin : Engpass auf der Stadtautobahn

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Tegel. Auf der Stadtautobahn wird es bald ein neues Nadelöhr geben: Am 8. Juli wird die südliche Ein- und Ausfahrt des Tunnels Tegel Ortskern wegen Bauarbeiten auf eine Spur pro Fahrtrichtung eingeengt. Zunächst werden drei Wochen lang die Überholspuren gesperrt, bevor die Baustelle am 30. Juli auf die rechten Fahrstreifen verlagert wird. Vom 18. August bis 18. Oktober stehen dann für jede Richtung zwei eingeengte Fahrspuren zur Verfügung. Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) kündigte Bauarbeiten rund um die Uhr an, wobei „lärmintensive Arbeiten nur zwischen sechs und 22 Uhr stattfinden dürfen“. Autofahrer sollten für den Weg zum Flughafen Tegel mehr Zeit einplanen. Für Ortsunkundige kündigte Strieder Hinweisschilder schon auf dem Berliner Ring an.

Außerdem hat die Senatsverwaltung zusammen mit dem ADAC ein Faltblatt herausgegeben, das auch an Tankstellen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ausgelegt werden soll. Zwar bietet sich Richtung Süden die parallel zur A 111 verlaufende Berliner Straße als Umfahrung zwischen Waidmannsluster Damm und Holzhauser Straße an, „aber wir wollen bewusst keine konkrete Umleitungsempfehlung geben“, sagte Jörg Becker, Leiter der ADAC-Verkehrsabteilung. Ortskundige sollten sich Schleichwege suchen und Auswärtige sich durch das Nadelöhr fädeln – oder auf dem Ring um Berlin fahren, was auch die Fuhrgewerbeinnung ihren Lkw-Fahrern empfehle. Eng könnte es vor allem an Sommerwochenenden werden, wogegen das ganz große Chaos zu Schuljahresbeginn ausbleiben dürfte, wenn die Spursperrungen rechtzeitig aufgehoben werden.

Strieder hält Staus für unvermeidlich, aber schlimmer als während der Sanierung des Beyschlagtunnels im Vorjahr solle es nicht werden. Allerdings konnten Autofahrer damals leichter auf die S-Bahn Richtung Innenstadt umsteigen, während sie jetzt wegen des gesperrten Bahntunnels nur mit der U 6 oder via Ring in die City gelangen.obs / du-

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