Berlin : Entfernungspauschale: Lukrativ erst ab Kilometer 12,5

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Für viele Berliner Arbeitnehmer wird sich durch die von den Koalitionsfraktionen beschlossene Entfernungspauschale steuerlich nichts ändern. Wer auch bislang mit dem Auto zur Arbeit fährt und einen Weg von bis zu zehn Kilometern hat, kann künftig ebenfalls 70 Pfennig pro Kilometer steuerlich geltend machen. Viele Beschäftigte brauchen dies aber gar nicht extra anzugeben, da sie ohnehin die jedem zustehende Werbungskostenpauschale in Höhe von 2000 Mark mit ihren Fahrtkosten und anderen Ausgaben gar nicht übersteigen, sagt Manfred Becker, Pressesprecher bei der Oberfinanzdirektion.

Erst bei einem Weg von mindestens 12,5 Kilometern bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen im Jahr kommt man künftig allein durch die Fahrtkosten über die 2000-Mark-Pauschale, weil ab dem elften Kilometer 80 Pfennig geltend gemacht werden können.

Für Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel wie der BVG mit einem kurzen Weg zur Arbeit kann es auch weiterhin günstiger sein, die Kosten für das Jahresticket abzusetzen, während bei weiteren Strecken sich dann die neue Entfernungspauschale durchaus auszahlt. Nutzer von Motorrädern können bisher pro Kilometer 33 Pfennig geltend machen, von Mofas und Mopeds 28 Pfennig und von Fahrrädern 14 Pfennig. Auch für diese gelten jetzt die 70 beziehungsweise 80 Pfennig ab dem elften Kilometer.

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