Entflogene Vögel : Pfauen nerven Kladower

Mehrere Pfauen haben sich in einer Kladower Siedlung niedergelassen. Die Anwohner haben genug vom lauten Vogelgeschrei – aber die Herkunft der Tiere scheint trotz der Nähe zur Pfaueninsel unklar.

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Seit gut drei Wochen werden Bettina N. und ihre Familie in Kladow oft von lauten Pfauenschreien geweckt, „manchmal um fünf Uhr früh“. Und dann geht es den ganzen Tag lang weiter. Mindestens zwei der großen Vögel sitzen in den Bäumen, auf Dächern oder stolzieren durch die Gärten. Ihre Schreie, „eine Art Hupen“, werden mitunter von weiteren Pfauen in der Nähe beantwortet. Für Bettina N. ist die Herkunft der Tiere klar: Vom Ufer aus blickt man auf die Pfaueninsel.

Die Anwohner möchten die lärmenden Vögel loswerden. Doch die Verwaltung der Insel lehnt es ab, sie wieder einzufangen. Die Pfauen stammten gar nicht von dort, sondern seien wohl einem Züchter entflogen, soll die Kastellanin geantwortet haben. Sollte allerdings jemand die Tiere fangen, hole man sie ab, erinnert sich Bettina N. an das Telefonat.

Sie folgte dem Tipp, Rosinen und Haferflocken zu streuen. Vergebens. Die Pfauen pickten im Garten, folgten aber nicht der in den Schuppen gelegten Spur. Bettina N. ist ratlos. Sie sorgt sich um die Tiere. Es gebe Füchse in der Gegend. Und: Wie sollen die königlichen Vögel den Winter überstehen? Und dann noch der Lärm. Manche Nachbarn seien schon genervt. „Ich hoffe, dass niemand die Tiere grillt.“

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