Entführung : Makler-Entführer raubten Bilder von Christo und Richter

Bei der Entführung eines Zehlendorfer Immobilienmaklers haben die Täter laut Medienbericht Bilder im Wert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen.

Berlin - Neben dem Gerhard-Richter-Gemälde "Rot-Gelb-Blau" sei auch das Christo-Bild "Wrapped Reichstag" erbeutet worden, berichtet die "Berliner Zeitung". Die Ermittler wollten in dieser Woche entscheiden, ob mehrere der gestohlenen Gegenstände öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben werden. Gerhard Richter gilt als der derzeit teuerste zeitgenössische Maler.

Ein mutmaßlicher Täter sitzt den Angaben zufolge gegenwärtig in Untersuchungshaft. Gegen den litauischen Staatsbürger war Medienberichten zufolge bereits am Sonntag Haftbefehl erlassen worden. Nach weiteren Tätern wird noch gefahndet. Die Berliner Staatsanwaltschaft wollte sich zu Details zunächst nicht äußern.

Mindestens drei Täter hatten in der Nacht zum 14. November den 48-Jährigen verschleppt. Der Makler war am späten Abend kurz vor seiner Wohnung nahe der Thielallee in einen weißen Transporter gezerrt worden. Die Täter schlugen das Opfer und zwangen es, die Schlüssel zur Wohnung herauszugeben. Aus ihr erbeuteten sie verschiedene Wertgegenstände und einen hohen Bargeldbetrag. Etwa zwei Stunden später wurde der Entführte gefesselt und geknebelt nahe der Otto-von-Simson-Straße freigelassen. (tso/ddp)

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