Berlin : Entscheidung vertagt

Das Hotel Interconti wird jetzt von Dorint geführt – vorübergehend, bis der neue Betreiber feststeht

Entfernt. Das Hotel läuft weiter, doch der Name Interconti ist Geschichte. Foto: Klaas
Entfernt. Das Hotel läuft weiter, doch der Name Interconti ist Geschichte. Foto: Klaas

Die Entscheidung über die Zukunft des Hotels Intercontinental ist vertagt. Es wird für die nächsten Wochen vom Pächter, der Neuen Dorint GmbH, als „Dorint Hotel & Convention Center“ geführt. Die dadurch gewonnene Frist will Olaf Mertens, der Geschäftsführer der Gesellschaft, nutzen, um die Verhandlungen mit einem neuen Management-Partner zum Abschluss zu führen. Man hoffe, dies in den nächsten zwei bis vier Wochen, möglichst bis Ostern erreicht zu haben, sagte er am Freitag vor der Presse in Berlin. Wie berichtet, war der Management-Vertrag mit Intercontinental nach einem offenbar irreparablen Streit gekündigt worden. „Diesen Schritt hätte ich mir schon früher gewünscht“, sagte Mertens; die 2009 aufgeflammten Streitigkeiten drehen sich nach seinen Angaben um die Erfüllung der Verträge.

Um wen es sich bei dem neuen Partner handelt, sagte Mertens noch nicht: Er wolle das Verhandlungsziel nicht gefährden. In Branchenkreisen werden als mögliche neue Betreiber des Hotels immer wieder die Namen Marriott und Hilton genannt. Dorint verhandelt aber nicht nur über das Berliner Haus, sondern auch über das ehemalige Intercontinental Düsseldorf. Mertens schloss nicht aus, dass die Hotels an verschiedene Partner gehen; das internationale Interesse an den Standorten und Immobilien sei groß. Dorints drittes Ex-Intercontinental, das Haus in Köln, wird als „Dorint-Hotel am Heumarkt“ in Eigenregie auf Dauer fortgeführt.

Für alle Hotels, also auch das Berliner, gilt, dass alle Mitarbeiter bleiben können – sie sind ohnehin schon lange Dorint-Angestellte. Dies gilt auch für Chris Jung, den bisherigen stellvertretenden Hotelchef. Er wird das Haus in der Übergangsphase leiten, denn Robert Herr, sein Vorgänger, war Interconti-Mann und wurde deshalb abgezogen.

Mertens betonte weiter, dass alle Verträge mit Lieferanten, Gästen und Veranstaltern weiterhin erfüllt werden. Dies betrifft auch Veranstaltungen wie den Bundespresseball und die „Berliner Meisterköche“. Für eventuell verwirrte Hotelgäste soll ein „Information Desk“ in der Lobby eingerichtet werden, an dem Informationen über den Managementwechsel gegeben werden. bm

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