Berlin : Er liebte seine Stadt und hatte sich ihr verschrieben

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Hans-Werner Klünner ist tot. Er starb, wie uns seine Familie gestern mitteilte, 71jährig am 14. Oktober. Zu seinem 70. Geburtstag haben wir hier geschrieben: Wohl einer Stadt, die so einen hat. Klünner war der Gewährsmann für die Geschichte Berlins. Nun ist mit ihm einer dahingegangen, auf den wir diesbezüglich felsenfest hatten bauen können. Weh einer Stadt, die nun vollends dem leichtsinnigen Umgang mit ihrer Geschichte ausgeliefert ist. Sie lag bei Klünner in pfleglichsten Händen. Sein Tod ist für alle schmerzlich, die seine Persönlichkeit, sein stilles Berlinertum geliebt haben. Der gebürtige Kreuzberger trumpfte nie auf, schnodderte nicht, sprach aber die Sprache seiner Heimat, traf ihren Ton ohne zu berlinern. Er beschrieb sein Berlin in vielen Büchern. Klünner-Texte stimmten immer. Er war im Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins wie auch der Landesgeschichtlichen Vereinigung für Brandenburg. Und immer war er für jene zu sprechen, die - Berliner Geschichte betreffend - auf Nummer Sicher gehen wollten. Berlinkunde ist Heimatkunde selbst für jene, die erst spät hier ihre Zelte aufschlagen, dies aber mit Respekt vor der Geschichte dieser Stadt. Es ist schön, Hans-Werner Klünner gekannt zu haben.

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