Berlin : Erich Thies wird als Staatssekretär für Wissenschaft gehandelt

U.S.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die künftige Wissenschafts- und Kultussenatorin Christa Thoben für Wissenschaft und Hochschulen einen erfahrenen Staatssekretär an die Seite bekommt: den 55-jährigen Erich Thies (CDU). Der Regierende Bürgermeister hat Erich Thies bereits angerufen, um ihn zur Rückkehr nach Berlin zu bewegen, war Thies doch hier seit 1992 zuerst unter Manfred Erhardt und dann unter Peter Radunski ein sehr erfolgreicher Staatssekretär - in den letzten Jahren sogar der eigentliche Gestalter der Hochschulpolitik.

Zum ersten Oktober 1998 war Thies nach Bonn gegangen und hatte dort als neuer Generalsekretär der Kultusministerkonferenz mit die Weichen für eine Reform der KMK gestellt. Ziel war es, der Kultusministerkonferenz wieder zu mehr Ansehen zu verhelfen. In Berlin stehen in dieser Legislaturperiode große Aufgaben für die Wissenschaftspolitik an: Nachdem durch die Fortschreibung der Hochschulverträge wenigstens die Gefahr gebannt erscheint, dass die wachsenden Pensionslasten die Hochschulen zu einer weiteren Vernichtung von Studienplätzen zwingen, steht jetzt sogar eine Aufstockung über die bisher gültige Zielzahl von 85 000 Studienplätzen an. Außerdem muss die Stadt endlich das veraltete Hochschulgesetz novellieren. Der Wissenschaftsrat wird seine Empfehlungen zur Neuordnung der Hochschulen im Januar veröffentlichen. Bei der Umsetzung ist ein intimer Kenner der Hochschulszene gefordert. Der Ausbau des Forschungscampus Adlershof steht ebenfalls auf dem Programm - auch damit ist Thies vertraut. Er genießt zudem das Vertrauen der hiesigen Hochschulpräsidenten - und das ist nicht leicht zu erringen.

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