ERIK ZABEL : „Meine Lieblingsstrecke führt am Ufer entlang“

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Erik Zabel, der bis heute erfolgreichste deutsche Profiradrennfahrer, begleitet den Velothon am Sonntag als sogenannter Safe Cycling Guide auf der 60-Kilometer-Strecke. Er passt auf, motiviert andere Radler. Zabel hatte 2009 nach dem Sechstagerennen seine Karriere mit einem Sieg in Berlin beendet. Am Sonntag radelt er zum Spaß mit. Dabei lernte der Berliner sogar vergleichsweise spät, wie man ein Fahrrad ohne Stützräder fährt – mit sieben Jahren in seinem Heimatbezirk Lichtenberg.

Herr Zabel, Sie müssen es wissen: Wie gut radelt es sich in Berlin?

Berlin ist wirklich eine fahrradfahrerfreundliche Stadt. Klar kann vieles noch besser werden. Der Velothon ist purer Luxus, das ist einmalig, in keiner anderen Stadt dürfen Radler so viele Straßen komplett nutzen.

Keine schlechten Erfahrungen mit aggressiven Fahrern gemacht?

Na, lassen Sie es mich mal so formulieren: Es kann schon mal passieren, dass der Berliner die Regeln zu seinen Gunsten hinbiegt.

Haben Sie eine Lieblingsstrecke?

Ja, auf dem Kronprinzessinnenweg, durch den Grunewald, immer am Ufer des Wannsees und der Havel entlang – das ist eine sehr tolle Radstrecke, aber sicher kein Geheimtipp. Diese Strecke ist der Höhepunkt und zum Glück führt der Velothon auch dort entlang.

Aber nur auf der 120-Kilometer-Strecke. Sie fahren die 60-Kilometer-Strecke. Warum eigentlich?

Ich bin als Profi all die Jahre viele extreme Strecken gefahren. Für mich persönlich ist die Kilometeranzahl nicht mehr wichtig. Da die kurze Strecke nur durch das Stadtgebiet geht, kann ich so auf jeden Fall pünktlich zum Start der Profis um 12.40 Uhr zurück am Brandenburger Tor sein.

Auf welchen Abschnitt freuen Sie sich denn besonders?

Durch Berlin mit dem Fahrrad zu fahren ist immer toll, weil man so viele Sehenswürdigkeiten sieht. Der Start mit der Durchfahrt des Brandenburger Tors ist herrlich. Aber mir persönlich gefällt besonders die Fahrt über die Straße des 17. Juni – das ist die Zieleinfahrt, da weiß man, dass man es gleich geschafft hat.

Die Fragen stellte Ronja Spießer.

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