Berlin : Erinnerung an Mauerbau: Die geteilte Straße

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Zum 13. August, dem Tag, an dem im Jahre 1961 die Mauer gebaut wurde, gibt es im Dokumentationszentrum Bernauer Straße 111 ein umfangreiches Programm unter dem Titel "Spurensuche - die Bernauer Straße von 1961 bis heute". Es beginnt um zehn Uhr mit der Kunstaktion "Spurensicherung auf dem ehemaligen Grenzstreifen an der Bernauer Straße 38 bis 41". Ab 11 (bis 18 Uhr) kann die neue Kapelle der Versöhnung auf dem einstigen Todesstreifen besichtigt werden. Um 12 Uhr beginnt eine Führung zu den Gedenkorten in der Straße, die damals im Westen lag, während die Häuserzeile zum Osten gehörte und eines Tages abgerissen wurde, nachdem die Fenster und Eingänge zugemauert worden waren.

Wie kaum eine andere Straße in Berlin hat die "Bernauer" in unzähligen Fotos und Filmen die ganze Brutalität und Menschenverachtung des "antifaschistischen Schutzwalls" bewiesen; die Straße zwischen den Bezirken Wedding und Mitte war weltbekannt - auch wegen der Fluchtversuche durch vom Westen aus gegrabene Tunnel. Die Orte dieser Fluchten sind Ziel einer Führung (14 Uhr, Treffpunkt: Gedenkstätte an der Bernauer / Ecke Ackerstraße), um 16 Uhr kann man die Gedenkorte in dieser geschichtsträchtigen Straße besichtigen. Ab 17 Uhr legen Vertreter der Weddinger Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes an der Mauer-Gedenkstätte Kränze nieder, und um 18 Uhr liest Ines Geipel aus ihrem Roman "Das Heft". Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Empfehlenswert ist außerdem ein Besuch im Dokumentationszentrum Berliner Mauer im Hause der Kirchgemeinde Bernauer Straße 111 - hier hat der Verein Berliner Mauer besonders die Teilung und ihre Folgen in der Straße eindrucksvoll dargestellt.

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