Berlin : Erinnerungen an Nazigegner zerstört

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Unbekannte haben an den Weihnachtsfeiertagen in Prenzlauer Berg mehrere Schilder gestohlen, die an Widerstandskämpfer gegen das Naziregime erinnern. Ein Anwohner berichtete, dass am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages fünf schwarz gekleidete Männer an der Ecke John-Schehr-Straße und Hans-Otto- Straße die Erklärungstafeln von den Straßenschildern gerissen hätten. Auch in der Bernhard-Lichtenberg-Straße seien Schilder gestohlen worden. Die Straßen waren 1974 von den DDR-Behörden nach Widerstandskämpfern benannt worden. Zuvor standen Namen ostpreußischer Städte auf den Schildern. Die Polizei erfuhr erst durch die Anfrage des Tagesspiegels von den offensichtlich politisch motivierten Taten. Wie viele Schilder zerstört wurden, konnte die Polizei nicht sagen. Auch dem Bezirksamt war der Diebstahl noch nicht aufgefallen, sagte Baustadtrat Jens-Holger Kirchner. Nach seinen Angaben hatte es in den vergangenen Jahren keine Proteste gegen die Straßennamen gegeben. Nach der Wende war intensiv über eine Rückbenennung diskutiert worden. In derselben Nacht hatten Neonazis in Hohenschönhausen ein Hakenkreuz an das sowjetische Ehrenmal in der Küstriner Straße geschmiert. Ha

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