Ermittlungsgruppe gegen Taschendiebe : Tausend Kerzen für das Landeskriminalamt

Die Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes, die gegen Taschendiebe vorgeht, feiert den 1000. Haftbefehl, für den sie gesorgt hat. Das ist ein Grund zu gratulieren, meint unser Kolumnist Thomas Lackmann - und geht schon mal die Kerzen suchen. Eine Glosse.

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1000 davon hat sich das LKA verdient - mindestens! Foto: dpa
1000 davon hat sich das LKA verdient - mindestens!Foto: dpa

Verbrechen lohnt sich kaum. Heute vergessen wir mal die Bosheit der Welt, Berlins Ausbruchsquote und dass man im besten Fall auf diesem miesen Planeten Kleingauner hängt, während Große mit 100 Millionen Bußgeld davonkommen. Heute verdrängen wir alle traumatischen Stunden auf der Wache, wo Brieftaschenschwund samt Kreditkarte dem verfolgungsfrohen Beamten pflichtschuldigst anzuzeigen sind, bis einem Monate später überraschend „Verfahren eingestellt“ ins Haus flattert.

Heute freuen wir uns nur über den Dusel der griechischen Mitbürgerin, die am Montag ihr 28. Wiegenfest beging, aber im Bus M 49 beklaut wurde. Zivilcops des LKA 711 sehen das, nehmen zwei Schurken, zack, fest; Madame kriegt, schwupps, ihre Börse zurück („Mein schönstes Geburtstagsgeschenk“.) Die „Fachdienststelle zur Bekämpfung des Taschendiebstahls“ führt das Diebesduo vors Bereitschaftsgericht, dieses erteilt Haftbefehl – da zeigt sich, potz Blitz: Es ist der 1000. Haftbefehl, den Dienststelle LKA 711 seit ihrer Erschaffung anno 2005 erwirken durfte. Das wird nun, logo, mit Kaffee & Kuchen gefeiert, mit 100 Millionen, nein, wenigstens eintausend Kerzen – zur Vertreibung der Dunkelziffer!

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