Berlin : Erneut Busfahrer geschlagen

Erneut ist gestern ein BVG-Busfahrer von einem Unbekannten attackiert worden. Der 35-jährige Fahrer auf der Linie M 32 in Spandau hatte nach Angaben der Polizei an der Haltestelle Brunsbütteler Damm/ Ruhlebener Straße gegen 4 Uhr früh bei einem einsteigenden Fahrgast einen ungültigen Fahrschein moniert. Deshalb sei es zu einem Streit gekommen, bei dem der Unbekannte dem Fahrer mit der Faust ins Gesicht schlug und dann flüchtete. Das Opfer erlitt eine leichte Verletzung am Auge, die ambulant im Krankenhaus behandelt wurde.

Heute will sich der Innenausschuss des Parlaments mit dem Problem beschäftigen. Auch der Polizeipräsident soll dabei sein. In den vorgeschriebenen Kontrollen der Fahrscheine durch die Fahrer sieht Polizeichef Dieter Glietsch eine der Hauptursachen für die Gewalt gegen das Personal der BVG. Seine Anregung, den Zwang zum Vordereinstieg – und damit die Kontrollen – abzuschaffen, war allerdings auf heftige Kritik gestoßen. Die Gewerkschaft der Polizei nannte diesen Vorstoß eine Kapitulation vor der Gewalt, der Bund Deutscher Kriminalbeamter verwies darauf, dass dann wahrscheinlich anstelle der Fahrer die Fahrgäste angegriffen würden.

Die CDU hat die BVG, den Senat und die Polizei aufgefordert, gemeinsam „ein Bündel von Maßnahmen gegen die Gewalt im Nahverkehr zu schnüren“ und wieder gemeinsame Streifen von BVG-Mitarbeitern und Polizisten einzuführen. Die BVG ermittelt derzeit nach ihren Angaben, wie häufig ein Streit um Fahrscheine die Ursache für eine gewalttätige Auseinandersetzung war. kt

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