Berlin : Erschreckend weiblich

Barbara Schöneberger singt jetzt. Und geht auf Tour

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Barbara Schöneberger ist eine Wucht, da haut es sogar die Fotografen um. Sie drängeln sich im Wintergarten Varieté vor der Fernsehmoderatorin („Blondes Gift“), die in einem Abendkleid vor ihnen sitzt, das ihren Busen in die Waagerechte hebt. Als die 33-Jährige die Beine übereinanderschlägt, stolpert ein Fotograf und seine Kollegen geraten aus dem Gleichgewicht. Später sagt Schöneberger: „Ich kann auch extrem gut lasziv stehen.“

Ab September wird sie genau das tun. Sie geht dann auf ihre erste Gesangstournee, begleitet vom Berlin Pops Orchestra, das bisher in den Shows von Dieter Thomas Heck spielte. Der Vorverkauf für die Tour, die sie durch sechs deutsche Städte führen wird und zu der auch ein Album erscheinen soll, hat begonnen. In Berlin wird Schöneberger im Schillertheater auftreten.

Sie verspricht einen „glamourösen“ Abend, bei dem es einen Schwerpunkt geben wird: „Das bin ich.“ Schöneberger will ihre Lieblingssongs aus der Zeit zwischen 1920 und 1985 vortragen, darunter „Smile“ von Charlie Chaplin oder das Hildegard-Knef-Stück „Ich glaub ’ne Dame werd’ ich nie“. Ihre Kostüme sollen an Liza Minnelli und Shakira erinnern.

Mit den Gesangsauftritten kehrt das „kluge Luder“ („Spiegel“) zu seinen Wurzeln zurück. „Ich habe gesungen, bevor ich sprechen konnte“, sagt Schöneberger. „Ich konnte 300 Kinderlieder.“ Aber mit 14 Jahren habe sie es „uncool“ gefunden, die Gesangsausbildung zu machen, zu der ihr Vater, ein Soloklarinettist, sie drängte. Zur Vorbereitung auf die Show nimmt Schöneberger nun Unterricht bei einer Operettensängerin. „Mein I klingt noch zu schrill“, verrät sie. Sie trällert, und die Radioreporter ziehen erschrocken die Mikrofone ein. Schöneberger ist heute einfach gefährlich. lich

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