Berlin : Erst brauen, dann gucken

Die Fans feierten den Start des Harry-Potter-Films – in dem auch Tiere aus dem Zoo mitwirken

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Berlin ist die Hauptstadt der deutschen HarryPotter-Fans: Zum Kinostart des dritten Teils „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ gab es heute Nacht eine große Party, daneben viele Mitternachtspremieren ab 0.01 Uhr und Sondervorführungen der kompletten, bisher dreiteiligen Filmreihe. Zur Party des „inoffiziellen Harry-Potter-Fanclubs“ im Cubix-Kino am Alexanderplatz kamen auch 50 Clubmitglieder aus anderen Bundesländern, Österreich und der Schweiz.

Die insgesamt mehreren hundert Besucher durften selber Zaubertränke mischen, ließen sich Karten legen und absolvierten Quizrunden. Gegen Mitternacht sollte das beste Kostüm prämiert werden. Das ganze Kino stand im Zeichen des Zauberschülers. Selbst einer Spinnenmannfigur, die noch aus dem Film „Spiderman“ stammt, hatte jemand einen Spitzhut aufgesetzt.Dem neuen Streifen sahen die Bücherfans skeptisch entgegen: „Ich hoffe, dass er besser ist als die ersten. Die waren bis auf wenige Szenen für die Mülltonne geeignet“, sagte der 25-jährige Alex Menden. Auch die Club-Gründerinnen Saskia und Preissner fanden die Vorgänger nur mäßig.

Am trotzdem sicheren Kassenerfolg des Kinostreifens ist auch der Berliner Zoo beteiligt. Bei der Ratte „Krätze“ von Harrys Freund Ron, die in der Handlung eine überraschende Rolle spielt, handelt es sich um eine westafrikanische Riesenhamsterratte aus dem Nachttierhaus – genauer gesagt, um zwei Tiere, die abwechselnd eingesetzt wurden. Die Suche eines britischen Tiertrainers nach großen und dunkel gefärbten Ratten hatte über Umwege nach Berlin geführt. Ein Redakteur einer Fachzeitschrift für Kleinsäuger rief bei Vize-Zoodirektor Heiner Klös an, der die 40 Zentimeter großen Jungtiere zur Verfügung stellte – für je 100 Euro. „Ratten kann jeder bei uns kaufen“, sagt Klös. Über den Verbleib der beiden Tiere nach dem Ende der Dreharbeiten weiß er nichts Genaues, aber: „Es geht das Gerücht um, dass sie bei einem der Filmschauspieler untergekommen sind.“

In Berlins Kinos sind die Karten für die Vorführungen in den nächsten Tagen unterdessen knapp geworden. CD

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