Berlin : Erst Rembrandt gucken, dann Merkel knipsen

Zu den beiden Großereignissen werden an diesem Wochenende Hunderttausende Besucher erwartet

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In der Hauptstadt darf endlich wieder Schlange gestanden werden – ob für ein Erinnerungsfoto mit Kanzlerin Angela Merkel oder um in die Hell-Dunkel-Geheimnisse des niederländischen Meisters Rembrandt einzutauchen. Am Samstag und Sonntag lädt die Bundesregierung zum Staatsbesuch ein: Im Bundeskanzleramt, Bundespresseamt und in allen Ministerien findet der „Tag der offenen Tür“ statt. Und in der Nacht von Samstag auf Sonntag öffnen mehr als 100 Häuser ihre Türen zur „Langen Nacht der Museen“.

Beim „Staatsbesuch“ der Bürger ist in diesem Jahr erstmals Angela Merkel mit dabei. Am Sonntag ab 14 Uhr wird sie im Park des Kanzleramtes das Volk begrüßen. Mit Warteschlangen sollte man aber rechnen: 150 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr, auch diesmal wird mit großem Andrang gerechnet. In den Ministerien werden die Kabinettsmitglieder ihre Besucher persönlich empfangen. Dort dürfen sie hinter sonst verschlossene Türen schauen und sich ein Bild von der Arbeit der Regierung machen.

Wer sich weniger für Politik und mehr für Kultur interessiert, ist am Sonnabend bei der „Langen Nacht der Museen“ richtig. Die Sammlungen, Archive, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser zeigen beim Kulturmarathon von 18 bis zwei Uhr nachts ihre Schätze, unter anderem das Kulturforum mit der Rembrandt-Ausstellung. Bei diesem Angebot fällt die Auswahl schwer und auch hier ist mit langen Schlangen zu rechnen. Bleibt nur noch die Frage, wofür sich das Warten mehr lohnt: Merkel oder Rembrandt? Für gut organisierte und unternehmenslustige Bürger ist an diesem Wochenende vielleicht beides möglich. afi

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