Berlin : Erste Hilfe für Islamabad

Sandra Fabig aus Zehlendorf fliegt nach Pakistan Sie betreut das Johanniter-Team im Erdbebengebiet

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Am Montag hat sie es erfahren, sich am Dienstag im Tropeninstitut noch schnell sechs Impfungen geben lassen – und heute früh um 9 Uhr 45 fliegt sie von Tegel ab nach Islamabad: Sandra Fabig gehört zum Erkundungsteam der Johanniter, das jetzt in die Erdbebenregion nach Pakistan entsendet wird. „Für mich ich es der erste Auslandseinsatz, da bin ich besonders gespannt“, sagt die 26Jährige aus Zehlendorf.

Das Johanniter-Team nimmt für den Nothilfeeinsatz medizinisches Verbrauchsmaterial wie Spritzen und Binden, Erste-Hilfe-Zubehör, Medikamente, aber auch Zelte mit. „Ich habe Glück, meine Campingausrüstung haben bereits Kollegen eingesteckt, so dass ich nur Kleidungsstücke einpacken muss“, sagt Frau Fabig. Der Logistiker Holger Sommer aus Hamburg und der Rettungssanitäter Markus Kristen aus Donauwörth sind schon unterwegs. Bis Freitag soll dann Programmkoordinator Gabor Dunajsky aus Ungarn, der zurzeit für die Johanniter in Afghanistan arbeitet, zur deutschen Gruppe stoßen. Die 26-jährige Zehlendorferin wird als Projektbetreuerin in Islamabad bleiben, den Kontakt zu Behörden, UN, lokalen Partnerorganisationen wie der „St. John Ambulance Pakistan“ und den Medien auch in Deutschland halten. „Wir müssen uns ja ständig abstimmen, damit sich nicht etwa alle Helfer um ein Dorf kümmern.“ Die gebürtige Thüringerin ist seit viereinhalb Jahren in Berlin, studierte Kommunikationswissenschaft an der FU, arbeitete als Online-Redakteurin bei German TV, einem Projekt von ARD, ZDF und Deutscher Welle. In den letzten zwei Jahren hatte sie dort und bei den Johannitern je eine halbe Stelle. Seit Juli kümmert sich Sandra Fabig nur noch um Öffentlichkeitsarbeit für die Johanniter-Auslandshilfe, auch deshalb, „weil ich das Gefühl haben wollte, etwas wirklich Sinnvolles zu tun“. Die Abteilung bei den Johannitern in der Lützowstraße in Tiergarten beschäftigt 14 Büroangestellte sowie je nach Einsatz rund 15 feste und freie Mitarbeiter.

Lässt Sandra Fabig jetzt während der zwei Wochen Familie zurück? „Na ja“, sagt sie, „mein Freund ist in Australien, dem bin ich jetzt sogar näher.“ kög

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