Erster Preis : Zwölfjähriger Berliner gewinnt bei "Jugend musiziert"

Knapp 20.000 Kinder und Jugendliche haben beim Musikwettbewerb "Jugend musiziert" teilgenommen. Ein zwölfjähriger Berliner gewinnt auf seiner Blockflöte auf Bundesebene einen Ersten Preis.

Sophie Aschenbrenner
Josua Hödtke aus Buch hat beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" einen Ersten Preis gewonnen.
Josua Hödtke aus Buch hat beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" einen Ersten Preis gewonnen.Foto: privat

„Das hatte ich nicht erwartet“, sagt Josua Hödtke aus Buch begeistert. Der zwölfjährige Berliner hat beim diesjährigen Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Hamburg einen Ersten Preis gewonnen. Der Flötist wurde auf dem Cembalo begleitet. Er hat Erfahrung: Mit drei Jahren begann Josua, Blockflöte zu spielen, seit er sechs ist, hat er zusätzlich Klavierunterricht. Zum dritten Mal nahm er an „Jugend musiziert“ teil, allerdings das erste Mal auf Bundesebene. Vorher war er zu jung für die Weiterleitung.

„Jugend musiziert“ ist ein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche, die nur als Hobby musizieren. Vom Regionalwettbewerb kann man sich für den Landeswettbewerb und schließlich für den Bundeswettbewerb qualifizieren. 2500 junge Musiker waren dieses Jahr zum Bundeswettbewerb in Hamburg angetreten, zur ersten Runde in den Regionalwettbewerben kamen fast 20 000 Teilnehmer. Der Wettbewerb läuft noch bis Donnerstag.

Kein schlimmes Lampenfieber

Musik liegt bei den Hödtkes in der Familie: Beide Eltern sowie die vier Kinder spielen verschiedene Instrumente, die älteste Tochter studiert in Freiburg Kirchenmusik.

Die Vorbereitung auf den Wettbewerb war zeitintensiv. Normalerweise spielt Josua täglich jeweils 45 Minuten Klavier und Blockflöte. Vor dem Vorspiel übte er „noch länger“, dazu kam Extra-Unterricht von der „weltbesten Lehrerin“, wie der Junge sagt. Nervig finde er das viele Üben eigentlich nicht. „Es macht mir einfach sehr viel Spaß“, erzählt er. Gemeinsam mit seiner Familie musiziere er auch häufig in seiner Freizeit. Musik studieren wie seine Schwester möchte er dennoch nicht. Dabei hätte er eine perfekte Voraussetzung für das Musikstudium: „Schlimmes Lampenfieber habe ich nicht“, sagt Josua. „Aber natürlich ist es schon sehr aufregend, bei solch einem Wettbewerb dabei zu sein.“ Auch seine Schwester habe sich in der Vergangenheit mehrfach der Jury von „Jugend musiziert“ gestellt und auf Bundesebene zweimal einen Ersten Preis gewonnen. „Das habe ich mir sozusagen von ihr abgeschaut“, sagt der Zwölfjährige.

Feiern in Hamburg

Gebührend feiern ließ sich der Gewinner mit einem großen Eisbecher in Hamburg. Die Hansestadt habe ihm gut gefallen. Bei einer Tretbootfahrt auf der Alster und einem Besuch der weltgrößten Modell-Eisenbahn konnte die Familie nach dem Wettbewerb die Stadt genießen.

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