Berlin : Erster Umzug von Tegel: Germania fliegt ab Schönefeld

von

Schönefeld - Immerhin waren sie fertig und hätten zum BER-Start auch in Betrieb gehen können – die beiden neuen Hangars für die Wartung von Flugzeugen. Als Nutzer waren die Lufthansa sowie Air Berlin und Germania vorgesehen. Doch bisher stehen die Anlagen weitgehend leer. Nur Germania wartet hier seine 18 Maschinen. Um die Arbeiten auf Schönefeld konzentrieren zu können, verlässt das Unternehmen als erstes nun zum 1. November Tegel und verlegt die Flüge nach Schönefeld. Damit kann die parallele – kleine – Wartung in Tegel aufgegeben werden.

Der neue Hangar auf dem BER-Gelände ist damit aber weiter nicht ausgelastet. Germania soll nur etwa 30 Prozent der Kapazität belegen, der große Rest ist für Air Berlin bestimmt. Das Unternehmen bleibt aber in Tegel und wartet seine Maschinen dort – bis zum großen Umzug, dessen Termin weiter nicht feststeht. Nach der BER-Eröffnung sollen einmal 250 Mitarbeiter bei der Flugzeugwartung beschäftigt werden; mehr als 100 sollen es bei der Lufthansa sein.

Doch deren Anlage in der Nachbarschaft ist weiter leer, weil auch die Lufthansa immer noch von Tegel aus agiert. Leerflüge nur zum Warten der Maschinen von Tegel nach Schönefeld und zurück seien unwirtschaftlich, sagte Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber. Auch Germania flog bisher meist nur einmal pro Woche ein leeres Flugzeug zum Warten nach Schönefeld.

Ab und zu werde im neuen Hangar ein Flugzeug abgestellt, sagte Weber. Mehr tue sich nicht, was den Konzern hart treffe. Lufthansa hat rund 16 Millionen Euro investiert. Den von Germania und Air Berlin genutzten Hangar hat dagegen ein Investor aus Heidelberg finanziert.

Ob Anwohner durch den Germania- Umzug weniger Krach ertragen müssen, ist offen. Die Gesellschaft bietet vor allem Charterverkehr an; Linienflüge gibt es ab November nur montags und freitags nach Beirut und Skopje. Die freiwerdenden Start- und Landezeiten könnten von anderen Gesellschaften genutzt werden, befürchtet Rolf Bley von der Tegeler Fluglärmkommission.Klaus Kurpjuweit

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben