Berlin : Erwartet werden 1000 Teilnehmer

Berlin ist in dieser Woche Schauplatz des Internationalen Richard-Wagner-Kongresses. Erwartet werden etwa 1000 Teilnehmer. Ausrichter ist der ortsansässige Wagner-Verband, einer der 60 deutschen Verbände. Weltweit gibt es fast 200, die größten davon in den USA.

Auf dem Programm des Berliner Kongresses steht auch eine Podiumsdiskussion über "Richard Wagners Weltanschauungen und ihr Missbrauch". Dazu wollen die Teilnehmer auch über "Wagners Antisemitismus und seine historische Einordnung" diskutieren. Ein anderes Thema des Kongresses sind die Erfahrungen von Regisseuren aus verschiedenen Generationen mit Wagner-Inszenierungen unter dem Motto "Nächstes Jahr(hundert) machen wir alles anders!"

Höhepunkt des musikalischen Kongress-Programms ist der Besuch einer der zahlreichen Inszenierungen von Wagner-Opern in Berlin. In der Deutschen Oper steht als festlicher Opernabend "Tristan und Isolde" in der Regie von Götz Friedrich auf dem Programm. Die Titelpartien singen Rene Kollo und Gabriele Schnaut.

Berlin ist wohl auch die einzige Stadt in der Welt, in der es zwei verschiedene Inszenierungen von Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" zu sehen gibt - von Friedrich an der Deutschen Oper und von Harry Kupfer an der Staatsoper Unter den Linden mit Daniel Barenboim am Dirigentenpult. Mit dem "Fliegenden Holländer" schließen Kupfer und Barenboim im nächsten Jahr auch ihren dann alle zehn Opern umfassenden Wagner-Zyklus ab.

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