• Es bleibt dabei: BVG macht Tickets teurer Preiserhöhung soll aber nicht vor 2007 kommen

Berlin : Es bleibt dabei: BVG macht Tickets teurer Preiserhöhung soll aber nicht vor 2007 kommen

Klaus Kurpjuweit

Die Betriebe im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) lassen nicht locker. Obwohl der Senat es bereits mehrfach abgelehnt hat, wollen sie unter Führung der BVG die Tarife zum 1. August 2006 erhöhen. Ein Konzept dafür hat der Beirat der Verkehrsunternehmen jetzt beschlossen. Doch dass die Preise im nächsten Jahr wirklich steigen, ist unwahrscheinlich. Nach Tagesspiegel-Informationen hat sich intern auch die BVG bereits darauf eingestellt, dass die nächste Tariferhöhung erst zum 1. Januar 2007 kommen soll.

Das kann für den Verbraucher teuer werden, denn zum gleichen Zeitpunkt soll nach den Plänen der neuen Bundesregierung auch die Mehrwertsteuer steigen. Laut den aktuellen Plänen soll sich der Preis des Einzelfahrscheins im Stadtgebiet von 2,10 Euro auf 2,30 Euro erhöhen. Die Tageskarte würde statt 5,80 Euro dann 6,10 Euro kosten. Und für eine Monatskarte im Tarifgebiet AB wären 70 statt 67 Euro fällig. Das Schülerticket soll zwei Euro teurer werden und dann 28 Euro kosten. Unverändert bleiben sollen die Preise für Jahreskarten und für Monatskarten im Abonnement.

Nach der letzten Tariferhöhung zum 1. August in diesem Jahr hatten sich die BVG, die S-Bahn und der Senat darauf geeinigt, im nächsten Jahr die Preise unverändert zu lassen. Die Politiker wollen im Wahljahr für das Abgeordnetenhaus eine Debatte über die Fahrpreise im Nahverkehr vermeiden. Für die BVG war bei dieser Abrede der damalige Vorstandsvorsitzende Andreas von Arnim dabei, der inzwischen verstorben ist. Danach fühlte sich die BVG an diese Absprache nicht mehr gebunden. Inzwischen hat sie mit Andreas Sturmowski einen neuen Chef. Im vergangenen August waren die Preise so stark erhöht worden, dass der Verzicht auf eine neue Runde im kommenden Jahr schon einkalkuliert war, wie Insider zugeben. Würden die Tarife jetzt schon am 1. August steigen, würden die Kunden also gleich doppelt zur Kasse gebeten.

Nach Auffassung von Experten rechtfertigen auch die gestiegenen Treibstoffkosten allein keine Preiserhöhung in der vorgesehenen Höhe. Nach wie vor geben die Verkehrsbetriebe das meiste Geld fürs Personal aus. Und bei der BVG haben die Mitarbeiter im neuen Tarifvertrag sogar geringere Einkommen akzeptiert. Die S-Bahn plant, rund 800 Stellen zu streichen.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar