Berlin : Es bleibt ein Beigeschmack (Kommentar)

sik

Den Menschen im Erdbebengebiet in der Türkei wird egal sein, was zu der Benefiz-Veranstaltung auf dem Alexanderplatz geführt hat. Für sie zählt nur das Resultat. Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Häuser für den Winter können gebaut werden. Den vom Erdbeben Betroffenen ist also zu wünschen, dass das Fest ein Erfolg wird. Dennoch bleibt hier ein schaler Beigeschmack. Da sucht ein Kaufhaus-Manager eine Möglichkeit, sein Haus am Sonntag zu öffnen. Er braucht einen Anlass mit überregionalem Anstrich, da kommt die - sogar internationale - Hilfsaktion nur recht. Man will das Mitgefühl der Berliner nutzen, um gegen den Ladenschluss zu kämpfen und die eigenen Kassen klingeln zu lassen. So werden unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft Geschäftsinteressen verbrämt. Redlich ist das nicht.

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