Berlin : Es geht voran

Der erste Neubau auf dem Alexanderplatz startet im Frühjahr 2007 – 30 Meter hoch, fünf Etagen

Lothar Heinke

Der neue Alexanderplatz nimmt Gestalt an – zunächst einmal auf dem Papier. „Wir arbeiten uns langsam um den Platz herum“, sagt Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) und präsentiert ein Modell vom ersten Gebäude, das als Neubau den Platz ergänzen und an seiner südöstlichen Ecke eine Lücke schließen soll. Gegenüber dem „Haus des Lehrers“ will die Hines-Immobilien-GmbH ein 30 Meter hohes Geschäftshaus mit fünf Etagen bauen. 60 Prozent der Fläche seien bereits an einen Groß-Mieter vertraglich gebunden. Ein namhaftes Unternehmen sei das, sagte Hines-Geschäftsführer Karl Franz Wambach. Der Alex erhält also ein weiteres Kaufhaus, dessen Geheimnis um Name und Besitzer erst zur Grundsteinlegung im Frühjahr 2007 gelüftet werden soll.

2009 wird das Gebäude, dessen Bau 80 Millionen Euro kostet, eröffnet – mit Büros und 15 Geschäften, die zusammen mit dem Kaufhaus 23 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche ausmachen. Außerdem sollen Straßencafés „die Aufenthaltsqualität auf dem Alex erhöhen“, sagt die Senatorin. Die Architekten Rhode, Kellermann und Wawrowsky halten sich bei ihrem Entwurf an die Alex-Traufhöhe von 30 Metern. Das Haus ähnelt auch im äußeren Bild mit heller Natursteinfassade jenen Gebäuden, die in jüngster Zeit renoviert und rekonstruiert wurden wie das Warenhaus und die beiden Zwillinge von Peter Behrens, das Berolina- und Alexanderhaus.

Auf dem Grundstück ist überdies noch Platz für eines jener Hochhäuser, die eines Tages auf dem Alex in den Himmel wachsen sollen – falls dann überhaupt noch Bedarf besteht.

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