Berlin : Es war einmal

Andreas Conrad

meint, dass es in Berlin noch immer märchenhaft zugeht München mag leuchten, aber das Prädikat „märchenhafte Stadt“ kommt eher Berlin zu. Wohnten hier nicht einst die Grimms? Und Hans Christian Andersen schwärmte, hier sei alles „Reichtum und Pracht“ – welch’ ein Märchenerzähler! Der Besuch des dänischen Prinzenpaares zwecks Andersen-Ehrung wirft die Frage auf, welches seiner Märchen unserer Stadt am nächsten kommt, als Allegorie der Gegenwart. Die Antwort ist nicht leicht, es gibt mehrere Möglichkeiten: „Das hässliche Entlein“ Berlin ist inzwischen zum Schwan mutiert. Oder sind die Glitzerfassaden nur „Des Kaisers neue Kleider“? Eines ist sicher: Berlins Bettelgang nach Karlsruhe heißt bei Andersen: „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“.

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