Berlin : "Estrel-Park": Arena mit 10 000 Plätzen

bks

In einer Park- und Wasserlandschaft ohne Belästigung durch Straßenlärm sollen die Gäste Ekkehard Streletzkis künftig wohnen. "Estrel-Park" hat der Hotelier sein neuestes Projekt getauft. Gegenüber seinem Estrel-Hotel an der Sonnenallee 225 wird möglicherweise noch in diesem Jahr mit den Arbeiten auf dem 32 000 Quadratmeter großen ehemaligen Alcatel-Geländes begonnen. Geplant ist ein 20-geschossiger Hotelturm mit 500 Suiten für den gehobenen Anspruch. Angrenzend soll eine runde Arena mit flexiblen Wänden gebaut werden. "So kann der Raum, der Platz für insgesamt 10 000 Besucher bietet, in bis zu sieben kleine Säle unterteilt werden", sagt Streletzki. Mit Kongressen will er das Convention-Center füllen.

In einem Parkhaus mit 1000 Plätzen, das parallel zu den S-Bahngleisen gebaut werden soll, können die Besucher ihre Autos unterbringen. Und wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, erreicht den S-Bahnhof Sonnenallee über eine neue Brücke über den Kanal. "Als direkte Verbindung zwischen dem Estrel-Hotel und dem neuen Komplex werden wir einen bereits vorhandenen Tunnel unter der Straße nutzen", so Streletzki. Über das Investitionsvolumen will er bislang nichts sagen. "Die Kosten sind noch nicht endgültig kalkuliert." Realisiert werden soll der Bau von dem Bonner Architekten Heiner Hennes: Nach dessen Plänen wurde auch das Estrel-Hotel gebaut.

Boulevard Berlin:
Was die Stadt bewegt...

Mindestens 500 neue Arbeitsplätze will Streletzki im Estrel-Park schaffen. Hinzu kommen voraussichtlich 60 Stellen für Auszubildende. Ihm schwebt zudem eine Ausbildungsakademie vor. "Für die Ausrichtung von Kongressen braucht man speziell geschultes Personal, das sich mit der dafür notwendigen Technik wie Beleuchtung und Akustik auskennt", sagt er. Doch Fachleute in diesem Bereich seien rar.

Der Planungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat für den Estrel-Park bereits seine Zustimmung signalisiert. Jetzt muss die BVV noch grünes Licht geben. "Das Projekt wird ein Highlight für den Bezirk", sagt Bürgermeister und Baustadtrat Bodo Manegold (CDU). Zudem unterstreiche es die Bedeutung Neuköllns als größtem Wirtschaftsstandort Berlins. Der Politiker ist froh, dass sich mit Streletzki ein Nutzer für die Brache gefunden hat. "Von der Senatsverwaltungen für Wirtschaft sowie Stadtentwicklung haben wir inzwischen ein Okay." Jetzt sei der Flächennutzungsplan zu ändern - in diesem ist das Areal als Industriefläche ausgewiesen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar