Berlin : Etage fertig, Ecke folgt

Umbauten im Kempinski Hotel Bristol gehen in die Schlussrunde

Bernd Matthies

Noch ist das Kempinski Hotel Bristol am Kurfürstendamm zum Teil hinter einer Bauplane verborgen – doch drinnen hat sich schon mehr getan, als der äußere Eindruck vermuten lässt. Am gestrigen Donnerstag wurde mit einem festlichen Abendempfang die völlig neu gestaltete erste Etage in Betrieb genommen, zu der der Ballsaal und mehrere Veranstaltungsräume gehören.

Der Umbau dieser Etage mit 11 000 Quadratmetern hat rund zwei Millionen Euro gekostet. Der größte Teil des Geldes steckt in einer modernen Klimatechnik, neuer Beleuchtung und vergrößerten Raumhöhen. Am Stil des Hauses, moderner Klassik, hat sich nichts Wesentliches verändert, der Ballsaal wurde mit besonderer Rücksicht auf die Gewohnheiten der Stammgäste nur gründlich gereinigt, renoviert und mit einem neuen Teppichboden ausgelegt. Die Banketträume haben sich stärker verändert: Hier glänzt nun Parkett auf den Böden, und die Farben Dunkelgrün und Bordeaux bestimmen wie schon in der Halle den Eindruck, Mahagoni-Einbauten runden das Gesamtbild ab. Zudem wurde das Haus mit drahtloser Internettechnik für die 249 Zimmer und 52 Suiten ausgestattet.

Nun geht es in den Endspurt für das Kempinski-Eck, dem nicht nur prägnantesten, sondern auch für die Berliner Gäste wichtigsten Teil des Hauses. Hinter der Plane entstehen zwei neue, große Sonnenterrassen im Erdgeschoss und ersten Stock, rundum verglast mit Wintergarten-Atmosphäre, einer Freitreppe, 170 Sitzplätzen (70 mehr im Sommer) und einem erweiterten gastronomischen Angebot. Hier wird auch das Hotelfrühstück serviert, wodurch im Haus selbst künftig auch der Gartensaal für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Die Eröffnung dieses Bauabschnitts, der weitere 2,5 Millionen Euro kosten wird, ist für Anfang April vorgesehen. Genug Zeit für den Feinschliff, bis im Juni zur Weltmeisterschaft die Fußballer aus Brasilien, Ekuador, Schweden und der Ukraine das Hotel als Mannschaftsquartier nutzen. Hoteldirektor Uwe Klaus betont aber, dass die Fußballer zwar abgeschirmt werden, das Haus jedoch durchgehend öffentlich zugänglich bleibt.

Die Geschichte des Kempi geht auf das Jahr 1897 zurück, als die Familie Kempinski dieses Haus neben einigen anderen errichten ließ. Nach Enteignung durch die Nazis und Rückübertragung an die Gründerfamilie wurde es 1952 neu eröffnet.

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