Berlin : Euro: Neue Scheine passen in die alte Geldbörse

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Neue Währung, neues Portemonnaie. Eine Euro-Börse muss jetzt her. Das versuchen uns zumindest einige Plakate auf den Verkaufstischen einzureden. Aber muss das eigentlich sein? Wir haben nachgemessen. Tatsächlich weichen die Formate der Eurowährung vom Auslaufmodell D-Mark ab. Die Scheine sind teilweise größer. Bis zum neuen Zwanziger bieten aber selbst kleinere Portemonnaies ausreichend Platz für die neuen Banknoten. Erst für den 50-Euro-Schein könnte es eng werden. Mit 14 Zentimetern Länge ist er zwar kürzer geraten als sein D-Mark-Vorgänger, dem Hunderter. Dafür macht er sich in der Brieftasche ziemlich breit: 7,7 Zentimeter misst der Schein in der Höhe. Diese Banknote dürfte aus einigen Geldbörsen herausschauen.

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Ted: Der Euro - mehr Vor- oder mehr Nachteile? Brechen nun also goldene Zeiten für Langfinger an? Der Zweihunderter und der Fünfhunderter - letzterer runde 1000 Mark wert - messen sogar 8,2 Zentimeter in die Höhe. Gerade die großen Werte könnten Diebe folglich bereits aus der Ferne in den Hosentaschen erkennen. "Kein Grund zur Sorge", beruhigt Hans-Dieter Klooss, Sprecher des Lederwarenverbands und Experte auf dem Gebiet. "Der Unterschied ist nur gering."

Ein Euro-Check der eigenen Geldbörse schafft Klarheit und ist auch ohne die neue Währung einfach. "Findet der Personalausweis im Portemonnaie Platz, wird es auch den Euro-Scheinen nicht zu eng", weiß der Inhaber der Berliner Bree-Filiale am Kurfürstendamm, Axel Müller. Fit für den Euro sollten auch alle Geldbörsen sein, in denen mindestens drei Einschubfächer für Bankkarten eingenäht sind. Und wer sich in den letzten zwei Jahren eine neue Geldbörse zugelegt hat, muss sie erst gar nicht nachmessen. Denn die Industrie kennt die Maße der neuen Währung schon seit vier Jahren; seit zwei Jahren werden nur noch Euro-konforme Portemonnaies produziert. Auch die Zeiten, in denen die Lederlieferanten die Größe ihrer Produkte für jedes einzelne Land anpassen mussten, sind ab dem 1. Januar 2002 vorbei.

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