Berlin : Ex-Bonner planen einen Umzug durch die Hauptstadt

Hoffen darf man immer, das gilt auch für Jecken in der Diaspora. Vom nächsten Jahr an ein Karnevalsumzug der Zuzügler aus dem Rheinischen durch Berlin - selbst das darf man hoffen, wie es beispielsweise Harald Grunert tut, Mitbetreiber der vor allem von Ex-Bonnern besuchten Kneipe "Ständige Vertretung". Bisher, so klagte Harald Grunert einem AFP-Reporter sein Jeckenleid, fände die fünfte Jahreszeit in Berlin hinter verschlossenen Türen statt, ohne Büttenreden und eher in Form einer Tanzveranstaltung. In Zukunft wünscht sich der Kneipier, der im vergangenen Jahr zum Berliner Karnevalsprinzen "Harald I." gewählt wurde, "eine Mischung, wo der eine vom anderen lernt".

Dieses Jahr sieht es für die vom Rhein übergesiedelten Jecken noch trostlos aus: Die Bundestagsverwaltung hat ihre Beamten in einer Hausverfügung darauf hingewiesen, dass Weiberfastnacht und Rosenmontag in Berlin gewöhnliche Arbeitstage seien. Lediglich am 29. Februar werde es nach Dienstschluss eine Feier in der Bundestagskantine geben. "Das ist mit Sicherheit kein Ersatz", klagt Georg Appel, Vizechef des Bundestagspersonalrats.

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